Historie


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2013 - Der Reigen

In dem Theaterstück Reigen von Arthur Schnitzler begegnen sich zehn Personen einander in Paaren. Nach jeder Szene wird ein Partner ausgetauscht und dabei die gesellschaftliche Leiter erstiegen. Die Dialoge sind frivol und zärtlich, ironisch und melancholisch. Im erotischen Machtspiel verschwimmen die Grenzen der bürgerlichen Gesellschaft. Begierde und Verführungskraft bestimmen die Regeln dieses Spiels, ständische Ordnungen lösen sich auf. Schnitzlers Werk macht deutlich, dass die unterschiedlichen Moralvorstellungen der damaligen „Cultur“ eng mit dem jeweiligen gesellschaftlichen Stand verknüpft waren.

Im Verhalten der handelnden Personen zeigt sich Schnitzlers kritische Sicht auf die Sexualsphäre seiner Zeit, die die Sexualität tabuisierte und an die „heilige“ Institution der Ehe band. Dies wird durch die Doppelmoral der gesellschaftlich repräsentativen Figuren unterlaufen, die in ihrem phrasenhaften Sprechen den unfreien Umgang mit der eigenen Sexualität offenbaren.

Arthur Schnitzler bezeichnet seinen Reigen als „eine gesunde und freche Komödie“. Das Buch löste aber Anfang 1900 eine Woge der Empörung aus und wurde „Schweinerei“ genannt. Nach heftigen Tumulten bei einigen Aufführungen des Stücks verbot Schnitzler selbst 1921 jede weitere Inszenierung. Erst seit 1982 ist sein „Reigen“ wieder auf der Bühne zu sehen

DIE PERSONEN
Die Dirne . . . . Arpita Hofmann-Denk
Der Soldat . . . . Hans Fischer
Das Stubenmädchen . . Corinna Struck
Der junge Herr . . . Martin Eberl
Die junge Frau . . . Marijana Ahr \ Barbara Berger
Der Ehegatte . . . . Tom Neubert
Das süße Mädel . . . Anna-Barbara Grassl
Der Dichter . . . . Karl-Heinz Kirchmann
Die Schauspielerin . . Irene Trübenbacher-Breibeck
Der Graf . . . . . Jürgen Füser \ Robert Leutner

Regie . . . . . Barbara Berger
Bühne . . . . . Karl-Heinz Kirchmann
Ton/Licht . . . . Vincent Struck
Kostüme . . . . . Rose Artuso
Maske . . . . . Gabi Steger
Komposition . . . . Michael Straube